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Bitterer Anfang, verheerendes Ende

Page history last edited by Marco 11 years ago

 

 

 

 

Adventure

Bitterer Anfang, verheerendes Ende

 

Campaign Date 

2. Rua - 10. Rua

 

Group Name

Upandals Befreier

 

Group Members

Kordrion, Elementarist K7, Questor Garlens,  ??? LP, 20 DP

Teldormir, Schütze K6, Questor Garlens,  ??? LP, 10 DP

Ban, Glücksritter, K7,  ??? LP

Fiachna, Kriegerin K6,  ??? LP

Verom, Scout K6,  ??? LP

 

Written By

Verom Manher

 


 

EIDOLON, DER 2. RUA

Fast drei Wochen nun begleite ich nun schon Upandals Befreier. Genau genommen verbrachte ich die letzten zwei Wochen im Zum stählernen Spieß während die Anderen ihrer Ausbildung und der Recherche nachgingen. Heute nun sollen wir aufbrechen und ich bin nicht sehr begeistert. Eigentlich sollte ich mich freuen, die Enge von Eidolon hinter mir zu lassen, aber Szen und ich müssen uns wohl damit abfinden, nun auch noch zwei Tage auf einem Luftschiff verbringen zu müssen - als ob es hier nicht eng genug wäre. Immerhin hatte Kelldrinn Masters bereits unsere Reise bezahlt und so war es wohl entschieden.

Gerade waren wir in unserer Kajüte angekommen und ich gewöhnte mich kaum an den Lärm des Vehikels, wurde das Schiff unregelmäßig von einem beunruhigenden Dröhnen durchgerüttelt. Später erst sollte ich erst erfahren, was genau passierte. Ich jedenfalls musste mich um meinen völlig verunsicherten Szen kümmern, während Kordrion uns an Deck davor bewahrte, dass mehr als nur ein Teil der Bordladung von Board geworfen werden musste: Schuld daran, dass unser erster Tag auf dem Weg nach Märkteburg so elendig verlief, war lediglich eine vernachlässigte Bordbewaffung. Ich frage mich ernsthaft, wie preiswert Kelldrinn unsere Reise eigentlich bekommen hat. Immerhin könnte es jetzt nur schwerlich schlimmer werden.

Obwohl außer Fiachna und mir am frühen Abend niemand in unserer Kajüte war, kann ich jedoch nicht berichten, wann ich diesen grausigen Ritt für das Erste verlassen und mich in einen wenig erholsamen Schlaf begeben durfte.

 

AUF DEM WEG NACH MÄRKTEBURG

Die Geschehnisse des heutigen Tages haben mich sehr beunruhigt. Gestern war ich noch der Unfähigkeit oder dem Geschick der Besatzung ausgesetzt, jedoch sollte das Nichts im Vergleich zu der Ohnmacht sein, mit derer ich den nächsten Geschehnissen gegenüberstand.

Wir wachten auf von einem tosenden Lärm und dem Heulen eines Sturms, in den wir geraten waren. Der Augenblick den ich brauchte, um mir ob dem steten Schwanken unseres Zimmers gewahr zu werden, dass wir uns noch immer auf dem Luftschiff befinden, war kurz. Ich fühlte mich in meiner Annahme, dass die angenehme Reise wohl doch etwas zu preiswert gewesen war um wahr zu sein bestätigt. Dieses Mal wollte ich jedoch nicht unter Deck verharren und folgte zusammen mit Szen der Gruppe, die sich anschickte nach dem Rechten zu sehen.

Kaum an Deck standen wir in dem Wolkennebel, den das Unwetter mit sich brachte. Wenn ich noch gerade Szen und Kordrion neben mir sehen konnte, so erkannte ich Teldormir vor mir am ehesten an der Größe seiner Konturen. Kordrion war der Erste, dem auffiel, dass der Wind uns etwas vorgelogen hatte. Bei dem Heulen handelte es sich weit eher um das Schreien eines Kindes. Während wir uns langsam an den Bug vortasteten, entfuhr Kordrion auf seine liebenswerte Art, der Astralraum sei dunkel, wie das Blut des Wurmschädels. Am Bug angekommen sahen wir, dass uns ein weiteres Schiff gerammt und sich in unserem verkeilt hatte. Von dort schien das immerwährende Weinen zu kommen. Wir fassten uns ein Herz und begaben uns auf die Suche. Das Schiff musste uralt sein. In dem verwitterten Wrack stießen wir einen dämmrig beleuchteten Korridor. An dessen Ende fanden wir uns in einem leeren Lagerraum wieder, in dessen Mitte sich ein blutroter Kreis befand. Im Zentrum stand eine alte Kinderwiege. Noch während ich nach Fallen suchte, begab sich Kordrion zu der Wiege.

Als ich wieder aufschaute bemerkte ich, dass seltsam aussehende, bewaffnete Gestalten in den Raum strömten. Sie waren in schwarze Roben gehüllt und sahen beinahe aus wie Namensgeber. Jedoch saßen dort, wo Augen hätten sein sollen, nur zwei schwarze Höhlen. Das blitzen ihrer Krummsäbel reichte aus und wir zogen die Waffen.

Kordrion starb als Erster, mehr kann ich kaum berichten. Während ich mich der Überzahl noch erwehrte sah ich, wie immer mehr und mehr der unbekannten Angreifer durch die Türen strömten. Das Letzte  woran ich mich erinnere ist, wie mein Körper plötzlich taub wurde und ich durch die Luft schleuderte. Als ich aufkam sah ich wie Szen sich rasend auf die Schwarzrobe stürzte, die noch mit blutiger Klinge vor mir meinen zusammensackenden Körper stand. Es wurde dunkel um mich.

 

AUF DEM WEG NACH MÄRKTEBURG, DER 3. RUA

Vor ein paar Stunden sind wir aufgewacht. Es waren nicht viele Worte nötig um festzustellen, dass nicht nur ich alleine diesen Traum gehabt habe. Wir alle trugen eine immer noch blutende Wunde - meine ist genau dort, wo letzte Nacht wohl mein Kopf meinen Körper verlassen haben muss. Nachdem Teldormir eine Skizze der Schwarzroben, des ungewöhnlich verzierten Blutkreis und sogar der verwitterten Wiege erstellte wurde mir erst deutlich, dass zwischen mir und der Gruppe eine Verbindung entstanden ist. Ich kenne da schönere Wege. Vielleicht sollte ich nicht das Abenteuer woanders suche, eventuell auch dieses Mal ohne eine Befleckte dabei zu haben. Sollte ich den Vieren noch weiter folgen, könnte das wohl mein letztes Abenteuer werden.

 

MÄRKTEBURG, DER 4. RUA

Ich sitze immer noch an Deck des Flugvehikels. Die Ausgelassenheit der Anderen ist zu beneiden, soviel steht fest. Leider kann ich vom gestrigen Abend wenig berichten.

Auch wenn es sicher klug ist herauszufinden, ob die Besatzung von solch einem unwirklichen Schiff jemals gehört hat, so war und bin ich jedoch nicht in der Lage, sie zu unterstützen. Auch Teldormirs Dudelsackkünste sind mir da keine Hilfe gewesen. Selbst jetzt wo wir in Märkteburg ankommen, habe ich noch keine Entscheidung getroffen, ob ich sie überhaupt weiter begleiten soll.

 

MÄRKTEBURG, DER 5. RUA

Der gestrige Tag war zu lang um noch niederzuschreiben, was geschah. Während die Gruppe ihren Beschäftigungen nachging, habe ich mich entschieden auch weiterhin bei ihnen zu bleiben. Der Bund, der zwischen uns entstanden ist – sei es vielleicht nicht unser Werk allein – ist zu verheerend, um einfach weiterhin andere Wege zu gehen.

So ist es vielleicht für mich auch an der Zeit Euch zu erzählen, dass Kordrion auf Teldormirs Bitte hin die Armschiene von Kantriss in den Tempel von Garlen bringen wird. In meiner Erleichterung, nun zu wissen was ich vorhabe, lieh ich dem aufrichtigen Kordrion einiges von meinem Silber, um ihm ein Orichalkumkästchen zu ermöglichen.

Heute Mittag suchten wir Tirion Weisshaupt, Hohequestor Upandals auf. Sein wichtigstes – oder zumindest aber erstes – Anliegen war es, Fiachna Deloram für ihr Verhalten im Blutwald zurechtzuweisen. Meiner Meinung nach war das überflüssig. Man könnte zur Abwechslung auch lobend erwähnen, wie sie trotz ihres Mals zu Teldormir steht und ihn schützt wo sie kann. Nicht dass sie mir übermäßig sympathisch wäre, aber auf mich macht sie einen sehr besonnenen und ruhigen Eindruck.

Tee und Gebäck haben mir nach dem Treffen die Zeit verkürzt und ich hätte Teldormir nach seiner privaten Audienz von meinem Entschluss berichten können, bei der Gruppe zu bleiben, aber er kam mir zuvor.

Vor einigen Stunden stimmten auch Fiachna, Ban und Kordrion zu, dass ich von nun an Teil von Upandals Befreiern sein werde.

 

THROAL, DER 8. RUA

Drei Tage sind vergangen, seitdem uns Tirion Weisshaupt bei einem zweiten Treffen einen Hinweis gab, wer uns bei dem Mal von Fiachna weiterhelfen könnte. Wenn ich mich recht entsinne, erwähnte er eine Kontaktaufnahme mit dem Dämon. Vielleicht soll sich ja noch herausstellen, ob das wirklich eine Hilfe wird. Wie dem auch sei, wir werden es hoffentlich morgen nach der Audienz bei Tsrut’nik wissen

Wir machten uns nach Throal auf und ich sitze gerade in meinem neuen Heim – ein freies Zimmer im Haus von Upandals Befreiern. Nicht dass ich es mir vor zwei Wochen in den Sinn gekommen wäre, mich zwischen dem Regenten- und dem Adligenviertel mitten in Throal heimisch zu fühlen. Dennoch muss ich gestehen, dass ich die Gesellschaft der Drei angenehm finde.

Ironisch ist, dass nicht zuletzt Fiachna dazu beigetragen hat. Sie ist wohl auch die Einzige, die bemerkt hat, dass die Gruppe nicht nur mich, sondern auch Szen aufnimmt. Ich hatte noch gar keine Gelegenheit ihr dafür zu danken.

Kaum waren wir am Abend wieder vollständig, nahm jedoch auch dieser schöne Moment ein jähes Ende. Das Ende kam heute in Form von Kordrion, der vor einigen Stunden von seiner Ausbildung zurück war und Neuigkeiten über unseren Traum mitbrachte. Offenbar hat er während seiner Zeit im Magistratsturm von Davin erfahren, dass „der Affe“ – die vergessene Passion aus dem Norden – damit in Zusammenhang steht. Der Dämon wäre mir lieber gewesen.

Doch Kordrions Studien hatten auch ihr Gutes. Mit größter Sorgfalt untersuchte er noch heute Abend den Phönix und stellte fest, dass er fehlerhaft ist. Der Phönix bot sich uns sozusagen an, noch Morgen einem hochrangigen Geisterbeschwörer als Geschenk mitgebracht zu werden.

 

THROAL, DER 10. RUA

Ich muss mich zwingen, meinem Schreiben nachzugehen. Meine Hand zittert noch immer und das Bett zu verlassen ist eine Qual. Gemeinsam gingen wir gestern zum Magistratsturm.

Im 40ten Stock des Magistratsturms angekommen, begrüßte uns ein Skelett an der Tür zu Tsrut’niks Räumen. Nachdem uns Einlass gewährt wurde, befanden wir uns in einem Raum, wie ich ihn wohl kein weiteres Mal betreten möchte. Nicht, dass es nicht ausgereicht hätte, dass Wände, Boden und Decke nur aus Knochen bestanden. Nein, auch vor dem Mobiliar hatte der gruselige Geschmack nicht halt gemacht. Als der Boden auch noch nach uns Griff und anfing uns zu würgen, wäre wohl auch der Hartgesottenste bedient gewesen.

Aus dem Empfang befreite uns Tsrut’nik, von dem ich leider nicht berichten kann, wie er ausgesehen hat. Unter den Ratschlägen, die Kordrion mit auf den Weg gegeben wurde, war wohl der Eindringlichste, den Geisterbeschwörer nicht anzuschauen. Spätestens jetzt viel es mir nicht schwer, dem nachzukommen, schließlich lebte Davin nur ein paar Stockwerke unter diesem Raum.

Den Phönix nahm Tsrut’nik gerne als Geschenk entgegen und wir berichteten von unserer Bitte, uns bei dem Mal von Fiachna zu helfen. Einen Tee später unterschrieben wir einen Vertrag, in dem Fiachna ihre Einladung an den Hof von Zwiegeboren an Tsrut’nik abtritt. Im Gegenzug half er uns bei der Kontaktaufnahme mit dem Dämon. Wieder einen Tee später wurde es dunkel um uns. Ich verstehe nicht wohin Tsrut‘nik uns brachte, jedoch dort angekommen standen wir vor einem Greis: Shavon Ab’alas’del.

Shavon willigte ein, einen Kontakt mit dem Dämon für uns herzustellen, doch der Preis war hoch. Fiachna bezahlte mit einem Jahr und einem Tag ihres Lebens für diese Hilfe. Sie war ihr es wert. Tsrut’nik brachte uns zurück in sein Nebenzimmer und gemeinsam stellten wir uns im Knochenraum auf verteilt auf. Teldormir legte seine Armbrust ab, kniete sich hin und vor ihm entstand aus dem Nichts ein Bogen. Was Shavon mit Fiachna tat, weiß ich leider nicht zu sagen. Nachdem er zu Tsrut’nik zurückwich, vergingen nur wenige Augenblicke, ehe das Chaos über uns zusammenschlug. Teldormir zielte als Erster und schaffte das Kunststück, die wabernde Masse die sich zwischen uns manifestiert hatte, zielsicher zu treffen. Noch im gleichen Moment schnitt sich Kordrion seinen linken Arm auf. Das Wasser, das auf den Dämon zuschoss, färbte sich rot noch bevor es einschlug. Fiachna, Ban und mich völlig ignorierend war die Antwort vom Dämon fatal. Nach dem zweiten Treffer ging Teldormir blutend zu Boden. Noch bevor Fiachna, Ban oder ich nachsetzen konnte, brach auch Kordrion getroffen zusammen. Zwei Pfeile brachte ich noch hervor, doch diesen Kampf musste Fiachna alleine bestreiten. Alles woran ich mich erinnere, ist ein schreiender Schmerz, der abrupt abreißt, als ich der Pranke kein weiteres Mal ausweichen kann.

Das Nächste was ich sah, war das Gesicht von Fiachna. Die Knochen, die über ihr die Decke bildeten überzeugten mich schnell davon, dass dies kein Traum gewesen war. Wie zur Antwort meldeten sich in diesem Moment auch meine Blessuren wieder. Ich versuchte mich etwas aufzurichten. Später war beinahe dankbar, als mir einige Zeit später hochgeholfen wurde. Es hätten nicht ausgerechnet Skelette sein müssen.

Bevor wir jedoch aufbrachen, bat Fiachna Shavon um einen weiteren Gefallen. Die Höhe der Bezahlung kann ich nicht einmal schätzen, aber bei der Währung scheint er seine Prinzipien zu haben. Zum Abschied versprach er uns ein Wiedersehen. Kann ich verstehen.

Nach einer knöchernden Eskorte durch Throal, die Tsrut’nik offenbar sehr gerne unternommen hat, waren wir wieder in unserem Haus angekommen. Der gestrige Abend endete für Fiachna etwas früher als für uns. Noch bevor wir Tsrut’nik verabschiedet hatten, fiel sie in Ohnmacht. Die Option hätte ich auch gerne gehabt.

 
 

Comments (1)

Marco said

at 11:41 am on Jan 7, 2010

bitte die LP noch nachpflegen, Nils

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